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Hier die Texte der Mailieder. Auch die Melodien können Sie hören.

Der Winter ist vergangen

Der Winter ist vergangen, ich seh des Maien Schein,
ich seh die Blümlein prangen, des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale, da ist gar lustig sein,
da singt Frau Nachtigalle und manch Waldvögelein.

Ich geh den Maien hauen wohl durch das grüne Gras
und schenk ihn meinem Buhlen, die mir die Liebste war.
Und ruf ich, wird sie kommen, an ihrem Fenster stahn,
empfangen Baum und Blumen, die sind gar wohlgetan.

Ade, mein Allerliebste, ade, schöns Blümlein fein,
ade, schön Rosenblume, es muß geschieden sein!
Bis daß ich wiederkomme, bleibst du die Liebste mein,
das Herz in meinem Leibe gehört ja allzeit dein!

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Komm lieber Mai und mache

Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün,
und laß mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchte ich doch so gerne ein Veilchen wieder sehn,
ach, lieber Mai, wie gerne einmal spazierengehen!

Ach wenn's doch erst gelinder und grüner draußen wär!
Komm, lieber Mai, wir Kinder, wir bitten dich gar sehr!
O komm und bring vor allem uns viele Veilchen mit,
bring auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit!

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Grüß Gott, du schöner Maien

Grüß Gott, du schöner Maien, da bist du wiedrum hier.
Tust jung und alt erfreuen, mit deiner Blumen Zier.
Die lieben Vöglein alle, sie singen also hell;
Frau Nachtigall mit Schalle hat die fürnehmste Stell'.

Die kalten Winde verstummen, der Himmel ist gar blau,
die lieben Bienlein summen daher von grüner Au.
O holde Lust im Maien, da alles neu erblüht,
du kannst mich sehr erfreuen, mein Herz und mein Gemüt.

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Nun will der Lenz uns grüßen

Nun will der Lenz uns grüßen, von Mittag weht es lau;
aus allen Wiesen sprießen die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide zum Maientanze ein.

Waldvöglein Lieder singen, wie ihr sie nur begeht,
drum auf zum frohen Springen, die Reis' ist Goldes wert.
Hei, unter grünen Linden, da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kindern ein End all Wintersleid.

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Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt'!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust!
Da weht Gottes Odem so frisch mir in die Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du so schön, o du weite, weite Welt.

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